Schwere Nasenblutung unter antithrombotischer Therapie: Nasentamponade vs. topische Tranexamsäure, 2018
Patienten mit nicht stillbarer Epistaxis (akutem Nasenbluten) stellen sich häufig auf Notaufnahmen vor.
Eine aktuelle randomisierte Studie (1) in „Academic Emergency Medicine" verglich diesmal bei 216 Patienten mit anteriorer Epistaxis, die unter antithrombotischer Therapie stehen, eine in Tranexamsäure getränkte Tamponade (10%ig) mit der üblichen vorderen Nasentamponade. Dabei wurde Tranexamsäure aus üblichen Injektions-Lösungen angewandt.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Nasenblutungen unter Tranexamsäure-Tamponade innerhalb von 10 Minuten häufiger zum Stillstand kamen (73% vs. 29%).
Des Weiteren konnten die Patienten in der Tranexamsäure-Tamponade-Gruppe schneller aus der Notaufnahme entlassen werden, und hatten innerhalb der nächsten 7 Tagen geringere Blutungs-Rezidive.
Anmerkung: Die Resultate verdeutlichen, dass topische Tranexamsäure bei Patienten mit schweren vorderen Nasenblutungen durchaus auch als erste Therapie-Massnahme angewendet werden können.