Können Patienten mit Bauch-Stichverletzungen und negativem Abdomen-CT ohne Laparotomie entlassen werden? 2018
Aktuelle Studie in "Academic Emergency Medicine":
Üblicherweise erhalten Patienten mit vorderen abdominellen Stich-Messer-Verletzungen eine Laparotomie, um mögliche Organblutungen und innere Blutungen besser inspizieren und ggf. direkt therapieren zu können.
Eine Meta-Analyse erurierte die Frage, ob Patienten mit Bauch-Stichverletzungen und negativem Abdomen-CT ohne explorativer Laparotomie entlassen werden können.
Die Autoren werteten die Daten von 7 Studien mit 575 Patienten zum Thema aus.
Die Ergebnisse zeigten: Auch bei hämodynamisch stabilen Patienten mit anterioren abdominellen Stich-Messer-Verletzungen reicht eine negative Abdomen-CT ohne den Patienten für eine gewisse Zeitspanne zu überwachen nicht aus, um schwere Organverletzungen oder Blutungen auszuschliessen.
Anmerkung: Also, alleine mit einer negativen Abdomen-CT können selbst hämodynamisch stabile Patienten nicht direkt entlassen werden. Wenn Laparotomie unerwünscht ist, könnten die Patienten im Krankenhaus überwacht, und serielle Labor- und Abdomen-CT-Untersuchungen durchgeführt werden.