Anti-Eosinophiler Antikörper Mepolizumab gegen allergische COPD, 2017

Bekanntlich gibt es gegen schwer kontrollierbares Astma inzwischen humane Anti-IgE-Antikörper. In Deutschland wurde Omalizumab (Xolair®) 2005 in Deutschland zur Therapie von mittlerem bis schwerem Asthma Bronchiale zugelassen. Eine aktuelle Studie in „NEJM“ untersuchte, ob der Anti-Eosinophile Antikörper Mepolizumab gegen schlecht kontrollierte Chronisch-obstruktive Lungenkrankheit (COPD) ebenfalls wirksam sein könnte.

In der Studie wurden 1161 COPD-Patienten mit peripherer Eosinophilie, die trotz Standardtherapie immer wieder unter Exazerbationen leiden, entweder für Mepolizumab als Add-On-Therapie oder für Placebo randomisiert. Die Beobachtungszeit betrug 1 Jahr.
Mepolizumab verringerte die Häufigkeit der jährlichen moderaten oder schweren Exazerbationen bei COPD-Patienten mit Eosinophilie (.4 vs. 1.71 in der Plazebo-Gruppe).
Die Autoren schlussfolgern, dass die eosinophile Atemwegs-Entzündungen auch zu COPD-Exazerbationen beitragen.
Medknowledge-Anmerkung: Wie oft haben COPD-Patienten eine periphere Eosinophilie im Blutbild?, eher selten. Des Weiteren war der Unterschied zwischen Mepolizumab und Plazebo zwar gerade eben noch statistisch signifikant aber klinisch eher gering. 

1- Pavord et al. Mepolizumab for eosinophilic chronic obstructive pulmonary disease. N Engl J Med 09/2017
2-Mepolizumab bei schwerem allergischen (eosinophil) Asthma, 2014

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