Testosteron-Therapie und das Risiko für venöse Thromboembolien, 2016

Aktuelle Studie in "BMJ" auf der Grundlage der Daten von 370 Hausarzt-Praxen in England.

Die Autoren werteten die Daten von 19.200 Patienten mit venöser Thromboembolie (VTE) zwischen 2001 und 2013 aus, und verglichen diese mit einer Kontrollgruppe.

Die Ergebnisse zeigten, dass das VTE-Risiko in den ersten 6 Monaten nach Start der Testosteron-Therapie am höchsten ist , und danach kontinuierlich abfällt.

Das VTE-Risiko war in den ersten 6 Monaten um 63% erhöht (RR 1.63), danach war das Risiko ähnlich wie bei Menschen ohne -Testosteron-Therapie.

Medknowledge-Anmerkung: Die Indikation für Testosteron-Therapie sollte streng und nicht so ausufernd wie derzeit gestellt werden. Patienten unter Testosteron-Therapie sollten vor allem im ersten Halbjahr nach Therapiebeginn intensiver überwacht werden.

1- Martinez C et al. Testosterone treatment and risk of venous thromboembolism: Population based case-control study. BMJ 2016;355:i5968

 

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