Übertriebene pflege und Entfernen der Schamhaare (Pubic Hair Grooming) und das Risiko für Sexuell-übertragbare Krankheiten (STI), 2016

Das sogenannte "Pubic Hair Grooming" (Übertriebene Pflege der Schamhaare im Intimbereich) ist neben vielen anderen eine derzeitige Modeerscheinung der jungen Menschen.

Die Autoren einer aktuellen Studie haben die Daten von 7500 amerikanischen Jugendlichen analysiert.

74% der Teilnehmer berichteten über "Pubic Hair Grooming" (66% Männer und 84% Frauen).

Die Ergebnisse zeigten, dass übertriebene Pflege und Trimmen der Schamhaare (vom extremen Rasieren aller Haare mindestens einmal monatlich, bis Trimmen oder Wachsen täglich oder wöchentlich) das Risiko für Hautverletzungen im Intimbereich und somit das Risiko für Sexuell-übertragbare Krankheiten (von Herpes Genitalis bis Chlamydien und HIV) beim Geschlechtsverkehr erhöht.

Das Risiko war bei Extrem-"Groomern", die 17% der Teilnehmer bildeten, sogar noch um das 4-fache erhöht (OR 4).

Medknowledge-Anmerkung: Die Ergebnisse bestätigen, alles Extreme – egal in welchem Bereich - schädigt irgendwie und irgendwann.

1-Osterberg et al: Correlation between pubic hair grooming and STIs: results from a nationally representative probability sample. Sex Transm Infect  

2-Pubic hair grooming 'STI risk linked to skin tears'

 

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